Einkommenssteuer

 

Beschreibung

Nach § 33 und  § 33a des Einkommenssteuergesetzes können auf Antrag bestimmte Aufwendungen als außergewöhnliche Belastungen zur Ermittlung des zu versteuernden Einkommens berücksichtigt werden.

Sie sind aber nur mit dem Betrag abzugsfähig, soweit diese Aufwendungen die dem Steuerpflichtigen zumutbare Belastung nicht übersteigen. Diese zumutbare Belastung ergibt sich als Prozentanteil des zu versteuernden Einkommens und beträgt:

Einkommen bis
15.000 Euro
15.000
- 50.000 Euro
über
50.000 Euro
Einzelverdiener
ohne Kinder
5 % 6 % 7 %
Verheiratete 4 % 5 % 6 %
1 oder 2 Kinder 2 % 3 % 4 %
3 oder
mehr Kinder
1 % 1 % 2 %
Krankheitskosten Die Krankheitskosten des Verstorbenen gelten als außergewöhnliche Belastung und können damit, soweit sie nicht durch die Krankenkasse gezahlt worden sind, bei der Ermittlung der Einkommenssteuer angerechnet werden.

Wenn die Krankheitskosten aus dem Nachlass bezahlt worden sind, wird dies bei der letzten Einkommenssteuer des Verstorbenen berücksichtigt. Wurden die Kosten hingegen durch den Erben getragen, kann dieser sie bei seiner Einkommenssteuererklärung angeben.

Bestattungskosten Kosten für die Bestattung eines Angehörigen stellen eine außergewöhnliche Belastung dar, soweit sie nicht aus dem Nachlass bestritten werden können oder durch die Sterbekasse gedeckt sind. Zu den Bestattungskosten werden gezählt:
  • Kosten für den Sarg
  • Sargschmuck
  • Aufbahrung
  • Überführung
  • Beisetzung
  • Trauermusik
  • Bestattungsgebühren
  • landesübliche Bestattungsfeierlichkeiten
  • Erwerb einer Grabstätte
  • Errichtung eines Grabdenkmals
    (soweit üblich und angemessen)
  • Fahrt- und Unterbringungskosten für die Angehörigen
      bei auswärtiger Bestattung

Nicht als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden dagegen die Aufwendungen für:

  • Trauerkleidung
  • Bewirtung der Trauergäste
      (soweit die Ausrichtung eines Leichenmahls
       nicht unerlässlicher Bestandteil einer Bestattung ist)
  • Grabpflege und -instandhaltung
Witwen- und Waisenbezüge Bekommen die unmittelbaren Angehörigen Versorgungsbezüge aus einem Dienstverhältnis des Verstorbenen als Witwen- oder Waisengeld, so gelten sie steuerrechtlich als Arbeitnehmer und sie erhalten gesonderte Lohnsteuerkarten.

Davon bleibt ein Betrag von 40 %, höchstens aber 3.000 Euro pro Jahr steuerfrei.

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